| Die Künstliche Intelligenz mit Verblüffungsfaktor "Ich weiß, woran Du denkst!" Das Match Mensch gegen Maschine geht in die nächste Runde. 20Q ist ein Handheld-ähnliches Unterhaltungsgerät, das es zum Ziel hat, in 20 Fragen herauszufinden, woran sein Besitzer gerade denkt. So erklärt sich auch der Name des Spiels, der vom Englischen "Twenty Questions" abgeleitet ist, was 20 Fragen bedeutet. Damit das Duell Mensch gegen Computer funktionieren kann, muss sich der Spieler allerdings an eine wesentliche Voraussetzung halten: Der Spieler denkt sich ein allgemein bekanntes Objekt aus, das der kleine Taschencomputer erfragen soll, z.B. ein Tier, eine Pflanze oder einen Gegenstand. Es darf allerdings keine spezifische Person oder ein spezieller Ort sein. Erfundene Dinge oder Personen scheiden aus diesem Grund natürlich aus. 20Q erfreut sich in Amerika und Großbritannien bereits größter Beliebtheit und war auch auf der Spielwarenmesse 2005 in Nürnberg eine der Hauptattraktionen. Der elektronische Gedankenleser Das zugrundeliegende Spielkonzept ist einfach, die Technologie, die dahinter steht, ist es nicht. Die Datenbank des intelligenten Begleiters im Taschenformat umfasst 1.115 Objekte, die die künstliche Intelligenz mit Hilfe von 164 Fragen im Ausschlussverfahren ermitteln kann. Die Trefferquote hängt dabei stark von der Genauigkeit der Antworten ab, die der Spieler gibt. Je präziser die Antworten sind, desto besser fällt 20Qs Ergeb nis aus. Mit jeder Frage, die der Spieler beantwortet, lernt das System dazu: D.h. Je häufiger Sie gegen 20Q antreten, desto intelligenter wird es, was natürlich den Schwierigkeitsgrad erhöht, die Maschine noch mit einem unbekannten Objekt schlagen zu können. Um die Fragen zu beantworten, kann der Spieler zwischen den Alternativen „Ja“, „Nein“, „Manchmal“ und „Unbekannt/Irrelevant“ wählen. Ein Spiel dauert etwa fünf Minuten. Der Handheld ist nur auf einen Spieler ausgelegt, aber natürlich kann in geselliger Runde auch gemeinsam gespielt werden. Der Computer in Ei-Format passt in jede Hosentasche und bietet intelligenten Spielspass und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch. Vom Hersteller empfohlen ab acht Jahren, aber gemeinsam mit den Eltern können sich auch schon jüngere Kinder an 20Q probieren. Die Erfolgsgeschichte von 20Q 20Q basiert auf einer Internet-Homepage, die 1988 von dem Software-Programmierer Robin Burgener entwickelt wurde und seit 1996 unter 20Q.net firmiert. Täglich werden dort an die 12.000 Spiele gespielt. Die Technologie, die 20Q zum Leben erweckt, basiert auf einem neuronalen Netz aus über 10 Millionen synaptischen Verbindungen. Die Version im Taschenformat der Joker AG startet mit ca. 250.000 Verbindungen. Zum Vergleich: Das menschliche Gehirn hat über 100 Billionen synaptische Verbindungen. Das System analysiert die Resultate der einzelnen Spiele und vergrößert mit jeder beantworteten Frage sein Wissen. Je mehr damit gespielt wird, desto intelligenter wird 20Q. So kann es auch neue Objekte erlernen, die nicht in der Datenbank gespeichert sind. Bis heute wurde das Spiel auf der englischsprachigen Homepage etwa 20 Millionen Mal gespielt. Auch die deutsche Internet-Seite kann bereits auf über 300.000 Spielvorgänge verweisen und legte mit dem dort gesammelten Wissen den Grundstein für den Erfolg des Handheld-Version. Auszeichnungen und Zubehör In Amerika wurde 20Q mit dem T.O.Y. Award 2004 ausgezeichnet. Auch in England und Kanada wurde der intelligente Spielspaß als bestes Lehr- und Entwicklungsspiel bzw. als Energizer Toy of the Year 2004 prämiert. Dem Gerät sind zwei AAA LR03 Batterien sowie eine Spielanleitung beigefügt. |